Wann spielt Österreich bei der WM 2026?
Anstoßzeiten der Österreich-Spiele bei der WM 2026
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Österreich bei der WM 2026
Österreich ist seit 1998 erstmals wieder bei einer WM dabei — und dieses Team ist gefährlich. Unter Ralf Rangnick, dem Architekten der Red-Bull-Fußballschule, hat sich aus einer pragmatischen, oft uninspirierten Elf ein aggressives, offensiv denkendes Kollektiv geformt, gegen das niemand gerne spielt. Das Land hat seine Liebe zum Nationalteam wiederentdeckt; ausverkaufte Stadien haben die halbleeren Ränge früherer Jahre ersetzt.
Die österreichische WM-Historie hat trotz langer Pausen denkwürdige Momente. Die Sternstunde war 1954, als das Wunderteam in der Schweiz Dritter wurde — mit einem 7:5 gegen den Gastgeber im Viertelfinale, das bis heute torreichste WM-Spiel der Geschichte. Danach folgten Teilnahmen 1978, 1982 und 1998, alle ohne Aufstieg in die K.-o.-Runde. Talent gab es immer in Schüben; was fehlte, waren Konstanz und Selbstvertrauen — beides hat Rangnick eingepflanzt.
Die Qualifikation begann fulminant mit fünf Siegen in Serie, ehe es am letzten Spieltag noch einmal eng wurde. Den größeren Auftritt lieferte das Team aber bei der EM 2024: Sieg gegen Frankreich, Sieg gegen die Niederlande, Gruppensieg vor beiden — bevor im Achtelfinale die Türkei wartete. Dieses Turnier hat die Welt auf Österreich aufmerksam gemacht, und das Selbstvertrauen daraus trägt das Team in die WM.
Rangnicks Red-Bull-Idee — hohes Pressing, schnelle Umschaltung, vertikales Spiel — passt zu den verfügbaren Spielern wie maßgeschneidert. Christoph Baumgartner und Marcel Sabitzer sind die kreativen Motoren mit Toren und Vorlagen aus dem Mittelfeld. Kapitän David Alaba bringt die Real-Madrid-Erfahrung in die Abwehrkette. Mit Carney Chukwuemeka, der sich gegen England für Österreich entschied, und Paul Wanner, ehemals deutsche Nachwuchsauswahl, hat der Kader weiter an Klasse gewonnen.
Gruppe J mit Argentinien, Algerien und Jordanien ist eine harte Auslosung, die Österreich in den Vorturnier-Rankings einige Plätze gekostet haben dürfte. Argentinien ist amtierender Weltmeister und klarer Favorit. Algerien ist organisiert und gefährlich. Jordanien ist furchtloser Debütant. Es gibt kein einfaches Spiel, und der Weg in die K.-o.-Runde führt über mindestens ein großes Resultat.
Das Spiel gegen Algerien ist die Schlüsselbegegnung. Hier sollte die Pressingintensität und technische Qualität Österreichs den Ausschlag geben. Ein Sieg dort schafft das Szenario, in dem selbst eine Niederlage gegen Argentinien das Aus nicht bedeutet. Wenn Rangnick die taktischen Glanztaten gegen Frankreich und die Niederlande wiederholen kann, ist das Achtelfinale absolut realistisch. Österreich tritt vor keinem Gegner ängstlich an — und genau diese Furchtlosigkeit macht das Team zu einer der spannendsten Mannschaften im Turnier. Wer sie unterschätzt, hat das schon mehr als einmal bitter bezahlt.