Wann spielt Algerien bei der WM 2026?
Anstoßzeiten der Algerien-Spiele bei der WM 2026
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Algerien bei der WM 2026
Die WM-Geschichte Algeriens trägt eine der größten Ungerechtigkeiten des Fußballs. 1982 in Spanien wurden sie als erste Mannschaft der Geschichte trotz zweier Gruppensiege ausgeschieden. Deutschland und Österreich spielten im letzten Gruppenspiel ein für beide Seiten bequemes 1:0 herunter — eine Begegnung, die als Schande von Gijón in die Geschichte einging. Die Folge: Schlussspiele einer Gruppe müssen seither zeitgleich angepfiffen werden. Ein Wendepunkt der Turniergeschichte, und Algerien war das Opfer.
Abseits von 1982 ist die Bilanz durchwachsen. Vier weitere Teilnahmen brachten nur einen K.-o.-Runden-Auftritt, 2014 in Brasilien. Damals zwangen die Wüstenfüchse den späteren Weltmeister Deutschland im Achtelfinale in die Verlängerung, ehe sie 1:2 verloren. Diese Leistung bewies: Wenn Algerien organisiert und motiviert ist, kann das Team mit den Besten mithalten. Die verpassten Qualifikationen 2010 und 2022 fielen in eine turbulente Phase mit Trainerwechseln und Spielerquerelen.
Diesmal verlief die Qualifikation solide, wenn auch unspektakulär. Sieben Siege in den letzten acht Spielen unter Trainer Vladimir Petković, dem ehemaligen Schweizer Nationalcoach, der europäische taktische Disziplin in eine Mannschaft brachte, der zuvor die Struktur fehlte. Der Ansatz ist pragmatisch: gut verteidigen, schnell umschalten, in der letzten Drittelzone auf individuelle Klasse setzen. Nicht aufregend, aber wirkungsvoll.
Kapitän Riyad Mahrez trägt weiter die kreative Last und ist das bekannteste Gesicht. Doch der spektakuläre Mohamed Amoura, Profi beim VfL Wolfsburg, schickt sich an, der Star der nächsten Generation zu werden. Er war Topscorer der ersten afrikanischen Quali-Runde und besitzt das Tempo und die Abschlussstärke, jeder Abwehr Probleme zu bereiten. Eine Randnotiz mit Charme: Zinédine Zidanes Sohn Luca debütierte zuletzt im algerischen Tor und fügt einer ohnehin spannenden Mannschaft eine weitere Erzählebene hinzu.
Gruppe J mit Argentinien, Österreich und Jordanien ist anspruchsvoll, aber nicht unmöglich. Argentinien ist klarer Favorit, doch Algerien hat schon bewiesen, dass es mit südamerikanischen Riesen mithalten kann. Das Duell mit Österreich ist das Schlüsselspiel — zwei gut organisierte, europäisch trainierte Teams im direkten Kampf um Platz zwei. Jordanien wird hochmotiviert antreten, hat aber nicht die Erfahrung der anderen drei.
Das Weiterkommen ist das realistische Ziel — und es ist erreichbar. Ein solider zweiter Platz hinter Argentinien oder eine Drittplatziertenqualifikation liegen drin, wenn Petkovićs Defensivstruktur hält. Algerien hat das Potenzial, jedem Probleme zu bereiten, aber nicht die Tiefe und Konstanz für eine lange Reise. Eine Wiederholung des 2014er-Auftritts — kämpferisch, ebenbürtig, mit erhobenem Haupt nach Hause — wäre ein erfolgreiches Turnier und würde Stolz nach Jahren der Unterdurchschnittlichkeit zurückbringen.