Wann spielt Argentinien bei der WM 2026?
Anstoßzeiten der Argentinien-Spiele bei der WM 2026
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Argentinien bei der WM 2026
Argentinien ist amtierender Weltmeister, hat 2021 und 2024 die Copa América gewonnen und ist die Mannschaft, an der sich alle anderen messen lassen müssen. Der Triumph 2022 in Katar — gekrönt durch eines der besten Endspiele der Sportgeschichte — zementierte das Vermächtnis dieser Generation. Die Frage vor 2026 lautet nicht, ob die Qualität reicht. Sie lautet: Kann der alternde Kern den Titel ein letztes Mal verteidigen?
Drei WM-Titel — 1978, 1986 und 2022 — stellen Argentinien in den Kreis der erfolgreichsten Fußballnationen. Diego Maradonas Alleingang holte 1986 den Pokal, Lionel Messis unbändiger Wille schließlich den dritten Stern in Katar. Das Finale 2022 gegen Frankreich, mit sechs Toren, einem Mbappé-Hattrick und Elfmeterschießen, war ein Abend von kaum überbietbarer Dramatik. Das ist der Maßstab, den sich diese Mannschaft selbst gesetzt hat.
Die Qualifikation war eine Demonstration. Argentinien gewann die Südamerika-Tabelle mit neun Punkten Vorsprung und einer Tordifferenz von +21, drehte den Kader gemächlich durch und ließ kaum etwas anbrennen. Trainer Lionel Scaloni, anfangs als Übergangslösung belächelt, gilt heute als einer der angesehensten Coaches im internationalen Fußball. Er hat eine Siegerkultur etabliert, die das Gegenteil früherer argentinischer Teams ist, die unter Druck zerbrachen — und die Integration junger Talente verlief geräuschlos.
Messi wird im Turnier 39 — bestätigt für seine sechste und letzte WM. Den Antritt der Sturm- und Drangtage hat er verloren, doch Übersicht, Passspiel und Abschluss bleiben nahe der Perfektion. Er war erneut Topscorer der südamerikanischen Quali, ein Beleg dafür, dass das Fußballhirn ersetzt, was die Beine nicht mehr leisten. Um ihn herum strotzt der Kader vor Klasse: Lautaro Martínez, Julián Álvarez, Enzo Fernández und Aufsteiger Franco Mastantuono geben Scaloni Optionen, von denen die meisten Trainer nur träumen.
Gruppe J mit Algerien, Österreich und Jordanien wirkt auf dem Papier machbar, doch Argentinien ist nicht stolperfrei. Beim letzten Turnier verloren sie gegen Saudi-Arabien und gewannen das Finale fast verschenkt. Algerien ist organisiert und WM-erprobt. Österreich unter Ralf Rangnick ist mit dem aggressiven Pressing eine Spezialaufgabe für ballbesitzorientierte Teams. Jordanien tritt furchtlos als Debütant an — und als Asien-Cup-Finalist 2023.
Erwartung: den Titel verteidigen. Alles andere wird die argentinische Öffentlichkeit nicht zufriedenstellen. Es ist Messis letzter Tanz, die Abschiedstour des Spielers, den viele für den größten der Geschichte halten. Die emotionale Wucht dieser Erzählung, die Qualität des Kaders und Scalonis taktische Reife machen die Albiceleste zur Mannschaft, die es zu schlagen gilt. Ob die alternden Beine ein 48-Mannschaften-Turnier im nordamerikanischen Sommer überstehen, ist der einzige echte Zweifel. Die Geschichte lehrt: Diese Generation findet einen Weg.