Anstoßzeiten der Saudi-Arabien-Spiele bei der WM 2026
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Saudi-Arabien bei der WM 2026
Saudi-Arabien wird für immer von einer der größten WM-Sensationen der Geschichte definiert. Der 2:1-Sieg über Argentinien im Auftaktspiel 2022 — die Südamerikaner waren in 36 Länderspielen ungeschlagen — schockte die Fußballwelt. Ein nationaler Feiertag wurde ausgerufen. Die Bilder der Feiern wurden ikonisch. Die Frage lautet jetzt: War das ein einmaliger magischer Moment oder der Beginn von etwas Größerem?
Die breitere WM-Bilanz ist gewöhnlicher. Sieben Teilnahmen seit 1994, in den letzten 30 Jahren WM-Endrundenfußball nur zwei Siege. Das Debüt 1994 war das beste — Achtelfinale mit einem unvergesslichen Saeed-Al-Owairan-Solo-Tor gegen Belgien. Seitdem dominieren Vorrunden-Aus. Das Turnier 2002 war besonders schmerzhaft mit einem 0:8 gegen Deutschland — eine der schwersten Niederlagen der WM-Geschichte.
Hierherzukommen war nicht geradlinig. Roberto Mancini wurde mit großen Ambitionen und hohem Gehalt geholt, lieferte aber unüberzeugende Resultate und wurde Ende 2024 entlassen. Hervé Renard kehrte für eine zweite Amtszeit zurück — der Trainer jenes magischen Sieges gegen Argentinien. Doch unter ihm haben sich die Resultate nicht dramatisch verbessert, und es gab Berichte über weitere Trainerunruhe vor dem Turnier.
Kapitän Salem Al-Dawsari, mit 34, bleibt der wichtigste Spieler und beste Hoffnung auf einen spielentscheidenden Moment. Er erzielte das Siegtor gegen Argentinien und bringt die Souveränität von jemandem mit, der auf größter Bühne brillant war. Der Kader ist überwiegend in der Saudi Pro League aktiv, was die Erfahrung mit der Intensität europäischer Topligen begrenzt. Die WM 2034 ist bereits an Saudi-Arabien vergeben — dieses Turnier dient also auch der Entwicklung.
Gruppe H mit Spanien und Uruguay ist an der Spitze brutal. Zwei Weltmeister, die komfortabel aufsteigen sollten. Kap Verde ist der schlagbarere Gegner, und Saudi-Arabien wird dieses Spiel als essenziell anvisieren. Eine Wiederholung des Argentinien-Wunders gegen Spanien wirkt unwahrscheinlich, doch die Schönheit des K.-o.-Sports ist, dass man nie weiß, was passiert.
Realistische Erwartung: ein Sieg gegen Kap Verde und konkurrenzfähige Auftritte in den anderen beiden Spielen. Mehr wäre Bonus. Saudi-Arabiens WM-Identität baut auf seltenen, unvergesslichen Momenten statt anhaltender Exzellenz — und das ist okay. Wenn sie eine weitere Sensation produzieren, redet die ganze Fußballwelt wieder über sie. Wenn nicht, verschiebt sich die Aufmerksamkeit auf 2034, wenn sie selbst Gastgeber sind und einen ganz anderen Erwartungsdruck tragen.