Anstoßzeiten der Bosnien und Herzegowina-Spiele bei der WM 2026
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Bosnien und Herzegowina bei der WM 2026
Bosnien und Herzegowina hat Italien im europäischen Play-off im Elfmeterschießen ausgeschaltet. Allein das sagt viel über den Geist dieser Mannschaft. Ein Land mit 3,2 Millionen Einwohnern hat den dreifachen Weltmeister zum dritten WM-Turnier in Folge nach Hause geschickt. Die Bilder, wie der 40-jährige Edin Džeko sich gegen Italien in jede Flanke warf, fingen den rohen Trotz ein, der den bosnischen Fußball definiert.
Erst die zweite WM überhaupt. Das Debüt 2014 war respektabel — Sieg gegen den Iran — doch nach Niederlagen gegen Argentinien und Nigeria endete die Reise in der Vorrunde. Der Kader von Brasilien hatte mehr klingende Namen mit Spielern wie Miralem Pjanić und Džeko in deren Blütezeit. Die aktuelle Version ist weniger glamourös, dafür arguably enger zusammengeschweißt — geschmiedet in den Play-off-Nächten.
Die Qualifikation war alles andere als geradlinig. 13 Minuten vor Schluss waren sie auf Direktqualifikationskurs, dann ließ ein später österreichischer Ausgleich sie ins Play-off rutschen. Was folgte, war außergewöhnlich. Sie kämpften sich in der ersten Runde durch, dann gegen Italien im Finale: 120 Minuten Standhaftigkeit, dann die Erlösung im Elfmeterschießen. Diese Dramatik hat eine Bindung zwischen Spielern und Fans erzeugt, die durch die ganze Gruppenphase tragen kann.
Džeko, einst bei Manchester City und der Roma, ist der emotionale Herzschlag dieses Kaders. Mit 40 spielt er beim FC Schalke 04 in der zweiten deutschen Liga, doch sein Einsatz fürs Nationaltrikot bleibt ansteckend. Trainer Sergej Barbarez, selbst ein ehemaliger bosnischer Nationalspieler, hat das Team um kollektive Arbeit organisiert, nicht um individuelle Brillanz. Jeder Spieler kennt seine Rolle und füllt sie diszipliniert aus.
Gruppe B mit der Schweiz, Kanada und Katar — genau die Art zähe Aufstellungsschlacht, in der Bosnien gedeihen kann. Sie werden niemanden technisch überspielen, aber kämpferisch die meisten überbieten. Die Schweiz ist Favorit, Kanada hat Heimvorteil in einigen Stadien — und Bosniens Widerstandsfähigkeit eröffnet eine echte Chance auf Platz zwei oder als bester Gruppendritter.
Das Sechzehntelfinale wäre die größte Sportleistung der Landesgeschichte. Für eine tiefere Reise fehlt die Kadertiefe. Doch ein Team abzuschreiben, das gerade Italien im Elfmeterschießen ausgeschaltet hat, wäre unklug. Das Spiel gegen die Schweiz kann die Gruppe entscheiden, und wenn Bosnien dort die Energie der Play-off-Nächte abruft, will sie in der K.-o.-Runde niemand als Gegner haben.